Monday, January 30, 2006


Kinder werden benachteiligt
Benachteiligung der Mädchen und Jungen.
Mädchen:
Weltweit können rund 960 Millionen Menschen weder lesen noch schreiben. Zwei Drittel davon sind Frauen. Weltweit gehen 130 Millionen Kinder nicht zur Schule, zwei Drittel davon sind Mädchen. Weltweit sind 130 Millionen Frauen sind beschnitten, jährlich erleiden zwei Millionen Mädchen das gleiche Schicksal.
Es gibt viele Arten von Benachteiligung der Mädchen:
Schon mit 6 Jahren entlasten die Töchter in vielen Ländern der >>DRITTEN WELT<<.
UNICEF schätzt, dass jährlich 1,5 Millionen Kinder sterben müssen, weil sie Mädchen sind.
ANTEIL der SCHÜLERINNEN:
In Deutschland beträgt der Anteil der Mädchen/ Frauen:
an Grundschulen: 49%
an Hauptschulen: 44%
an Sonderschulen: 36,4%
an Realschulen: 51,1%
an Gymnasien: 54,3%
bei Abiturienten: 54,8%
an einem Kolleg: 57,7%
In Untersuchungen an Schulen wurde gezeigt,
-dass auf vier Jungen, die an Diskussionen teilnehmen, nur ein Mädchen kommt,
-dass Fragen an Jungen und Mädchen im Verhältnis zwei zu eins gestellt werden,
-dass die Schüler und Schülerinnen Lob und Ermutigung sogar nur im Verhältnis drei zu eins erhalten.
ANTEIL der FRAUEN
Studentinnen: 46,7%
Professorinnen: 9,0%
Frauen als Chef: 3,5%
Bundesamt für politische Bildung 2001.
Benachteiligung der Mädchen in Deutschland und in den deutschen Schulen:
Mädchenbildung – unwichtig und unbeachtet?
Während aber der entstehende moderne Staat die Belange des Knabenschulwesens immer stärker in die Hand nahm, finden sich kaum Bestrebungen, ein differenziertes Mädchenschulwesen aufzubauen, das in seinem Bildungswert dem des Knabenschulwesens gleichzusetzen wäre. Auch die theoretische Hochschätzung der Frau als "Hüterin des Herdes", Erzieherin der Kinder, Verantwortliche für den sittlichen Zustand der Gesellschaft zeitigte kaum praktische Folgen für den Ausbau des Mädchenschulwesens. Es erfolgte stets eine nachrangige Behandlung, eine Vertröstung auf später, alles werde "zu seiner Zeit" geschehen, um dann am fehlenden Engagement, unklaren Konzept oder mangelnden Geld zu scheitern. Wie die immer wieder angesprochene „der weiblichen Eigenart entsprechende allgemeine Bildung“ aussehen sollte, wurde inhaltlich nie diskutiert. Einen Teil der Mädchenbildung überließ man weiterhin Privatunterricht bzw. dem Lernen durch Nachahmung daheim. Beim Wissensangebot in den Schulen gab es nicht ein den entsprechenden Knabenschulen gleiches oder gleichwertiges, sondern ein geringeres Programm mit eingeschränktem Fächerkanon, Vermittlung von weniger Wissen, Vernachlässigung formaler Bildung, einer kürzeren Schul- und Ausbildungsdauer, die spätestens mit 20 Jahren "abgeschlossen" zu sein hatte. Die berufliche Bildung beschränkte sich auf "typisch weibliche" Berufe.
Jungen:
Jungen werden in der Grundschule benachteiligt

Bei gleicher Leistung schlechtere Noten in Deutsch und Sachkunde - Mädchen lesen mehr

3800 Jungen der vierten Klasse und ebenso viele Mädchen wurden für die Iglu-Studie getestet.

Dortmund - Jungen in der vierten Grundschulklasse erhalten bei gleicher Leistung in Deutsch und Sachkunde oft schlechtere Noten als Mädchen. Das geht aus dem dritten Band der "Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung" (Iglu) zum Leseverständnis von Viertklässlern hervor, die am Montag in Dortmund vorgestellt wurde. "Jungen werden leicht benachteiligt", faste der wissenschaftliche Leiter der Studie für Deutschland, Professor Wilfried Bos, zusammen. Ursache für die besseren Noten der Mädchen sei möglicherweise deren Wohlverhalten oder ihre Angepasstheit.

Mädchen seien zudem zufriedener mit ihrer Schule. So hätten 45 Prozent der 3800 befragten Schülerinnen angegeben, dass sie sehr gern in der Schule seien. Bei den 3800 Jungen waren es nur 32 Prozent. Deutliche Unterschiede gibt es auch beim Lesen in der Freizeit: "Mädchen beschäftigten sich signifikant mehr mit Lesen und Literatur als Jungen", so Bos.
Jungen lasen, ergab die Studie weiter, zudem deutlich lieber als Mädchen Comics, Gebrauchsanleitungen oder Untertitel auf dem Fernseher. Mädchen bevorzugen dagegen Geschichten, Erklärbücher oder Zeitschriften. Bos, der in Dortmund das Institut für Schulentwicklungsforschung leitet, äußerte sich in diesem Zusammenhang kritisch zur Auswahl der Literatur im Deutschunterricht: "Vielleicht werden zuviel Texte gelesen, die nicht den Interessen von zehnjährigen Jungen entsprechen."

Die deutschen Grundschullehrer sind der Studie zufolge mit ihrer Arbeit vergleichsweise zufrieden: Zwei Drittel der Schulleitungen berichteten von einem zufriedenen Lehrerkollegium. Noch zufriedener waren demnach nur die Grundschullehrer in Griechenland, Schweden und den Niederlanden. /
An der Studie hatten sich 35 Länder beteiligt. Die Hauptergebnisse zur Leseleistung waren bereits 2003 vorgestellt worden, wobei Deutschland auf Platz elf gekommen war. Ein zweiter Bericht war Anfang 2004 erschienen. Hierin war unter anderem festgestellt worden, dass fast die Hälfte aller deutschen Grundschüler nach der vierten Klasse eine falsche Schulempfehlung erhält und das zu oft nach sozialer Herkunft statt nach Leistung entschieden wird. Dem nun vorgelegten dritten Teil der Untersuchungen soll 2006 eine zweite Iglu-Studie folgen. Dabei sollen im April und Mai an 400 Schulen in allen Bundesländern etwa 8000 bis 9000 Schüler getestet werden. dpa

Artikel erschienen am Di, 8. November 2005

Quelle:

Internet:

Jungen werden benachteiligt:

Iglu-Studie: Jungen werden in der Grundschule benachteiligt
Autoren: Benjamin Z. , Daniel K. , Mathias H. und Timo T. aus der Klasse 6b

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